Der Prinz, der Pilot und Antoine de Saint Exupery I
Dieses Projekt war bislang (und vermutlich auch für immer) unser aufwendigstes und faszinierendstes Forschungsprojekt. Neben der Rekonstruktion des letzten Fluges von Antoine de Saint Exupery führten unsere Arbeiten Unterwasser, technische Untersuchungen der Wrackteile, die Recherchen in Archiven und die Gespräche mit Zeitzeugen obendrein zu der Klärung des Schicksahls von Alexis Prinz zu Bentheim. Auch dieser deutsche Pilot galt über 60 Jahre als vermisst.Wrackteile seiner BF 109 und die sterblichen Überreste konnten von uns identifiziert werden. Über unsere Forschungen ist ein Buch und ein Dokumentarfilm entstanden.

Die Vorgeschichte

31 Juli 1944 Antoine de Saint Exupery startet mit seiner P-38 Lightning von Borgo auf Korsika zu einer Aufklärungsmission über dem besetzten Südfrankreich. Er kam von dieser Mission nicht zurück und galt seit diesem Tag als vermisst. Das Verschwinden des berühmten Schriftstellers war eines der letzten großen Rätsel des 2 Weltkrieges.
1998 Eine erste Spur: Der Fischer Jean-Claude Bianco findet in seinem Netz ein Armband mit den Initialen von Saint-Exupery südöstlich von Marseille. Die Echtheit wurde zuerst angezweifelt, Photos bestätigten dann jedoch seine Existenz.
2000 Nahe der Fundstelle des Armbandes findet Luc Vanrell das Trümmerfeld einer P-38 Lightning. Das Gebiet misst ca. 400 x 1000, die Wrackteile liegen in Tiefen von 45 bis 85 Metern Tiefe.
2003-2004 Einige Wrackteile werden geborgen, konserviert und detailliert untersucht. Die Teile sind stark beschädigt und stellen nur ca. 5% des Flugzeuges dar. Anhand einer gefundenen Nummer an einem Edelstahlblech konnte das Flugzeug der militärischen Zulassungsnummer von Antoine de Saint Exupery zugeordnet werden.

Der Absturzort der P-38 von Antoine de Saint Exupery war nun bekannt, die Ursache jedoch immer noch ungeklärt.

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